Jedes Wochenende Flohmarkt? Hamburg hat zahlreiche!
Der Pariser Marché aux puces ist wohl der bekannteste Flohmarkt. Hamburg hat auch viele zu bieten. Viele Großstadtbesucher schlendern mit Vorliebe über Flohmärkte. Aber die Hamburger selbst tun das auch.
Flohmärkte kann man besuchen als professioneller Händler, weil man verkaufen und möglichst viel Umsatz machen will oder als Händler aus Zeitvertreib, weil es Spaß macht und der Markt nicht zuletzt einen Umschlagplatz für Dinge bietet, die man loswerden möchte. Sie erwarten an ihren Ständen die Flaneure, die den Markt ebenfalls zum Zeitvertreib besuchen, weil man viel sehen und möglicherweise auch etwas finden kann, was man brauchen könnte. Vielleicht kommen sie auch nur, um Menschen zu treffen, angeregte Gespräche zu führen über die eigenen Hobbys oder die der Verkäufer.
Für alle - für die professionellen Verkäufer, jene, die aus Liebhaberei verkaufen und für die Käufer - ist frühes Aufstehen angesagt. Man kann den Markt nur beschicken, bevor er eröffnet ist, und wer zu lange trödelt, bevor er auf den Trödelmarkt geht, der wird kaum fündig. An vielen Ständen gibt es sehr kompetente Verkäufer, die einem viel über die angebotene Ware erzählen können. Einen Teil der Faszination macht für eine große Zahl von Marktbesuchern das Feilschen um den Preis aus.
Zur Zeit nehmen allerdings die Parkplatz-Flohmärkte, die viel Ramsch und Tinnef anbieten und häufig von den Haushaltsauflösern beschickt werden, stark überhand. Das eigentliche Flohmarkt-Feeling will sich hier nicht einstellen. Aber es gibt sie noch, die traditionelle Veranstaltung Flohmarkt. Hamburg ist hier eine gute Adresse. Da ist der Colonnaden-Antique Markt zu nennen, der sich von der Esplanade bis zum Jungfernstieg erstreckt, wobei die Colonnaden gleich die Überdachung abgeben, falls mal wieder das berühmte Hamburger Nieselwetter herrscht. Ein weiterer Trödel- und Flohmarkt kann von April bis Oktober jeden Samstag vor den Deichtorhallen besucht werden. Nur viermal im Jahr findet der Flohmarkt Hamburg-Eppendorf statt. Neben den privaten Verkäufern in der Klosterallee und der Lehmstraße gibt es auch kommerzielle Anbieter, aber es darf keine Neuware verkauft werden. Genauso oft findet der riesige, verkehrstechnisch sehr günstig gelegene und nur von privaten Anbietern belieferte Flohmarkt Moorfleet statt.
Natürlich gibt es inzwischen auch schon viele spezialisierte Flohmärkte und das nicht nur in Hamburg. Kindersachen werden auf den Flohmärkten „Rund ums Kind“ günstig angeboten und gerne gekauft. In Hamburg erwarten noch der Flohmarkt im Stadtteil Rotherbaum und der Kulturmarkt rund ums Museum der Arbeit die Schnäppchenjäger, die auf allen Hamburger Märkten fündig werden können.